latinale 16, 9. - 12. November 2022
Berlin

Über das Festival

Latinale 2022: Fokus „empfindsames übersetzen: TRANSLATOR’S CHOICE II“

 

Zum zweiten Mal rückt das mobile lateinamerikanische Poesiefestival Latinale den Austausch zwischen Dichter:innen und Übersetzer:innen in den Fokus. Unter dem Titel „empfindsames übersetzen: Translator’s Choice II“ knüpft es an die Debatte über Sensitivity Translating an und hat die Übersetzer:innen Christian Filips, Niki Graça, Daniel Graziadei, Udo Kawasser, Birgit Kirberg, Christiane Quandt und Petra Strien dazu eingeladen, von ihnen ausgewählte Dichter:innen und ihre Werke in Berlin zu präsentieren.

Der Übersetzungsprozess ist ein auf Erfahrung gegründetes Abwägen; wo direkte Entsprechungen unmöglich erscheinen, sucht die Übersetzung nach Ausgleich an anderer Stelle. Übersetzende üben Macht aus, sobald sie derartige Entscheidungen treffen (müssen). Wann sind ihre Entscheidungen als gewaltsame Eingriffe in den Textkörper zu verstehen? Wann können solche „Verletzungen“ aber auch produktiv für das Textverständnis werden? Was sind Strategien der „Heilung“?

Diese Fragen hat die 16. Latinale den Übersetzer:innen für ihre mehrmonatige Arbeit an den deutschsprachigen Versionen der Gedichte von Paulo Henriques Britto (Brasilien), Jaime Huenún (Chile), Yuliana Ortiz Ruano (Ecuador), María Paz Guerrero (Kolumbien), Legna Rodríguez Iglesias (Kuba) und Raquel Salas Rivera (Puerto Rico) mitgegeben. In drei Abendveranstaltungen im Instituto Cervantes Berlin und im Ibero-Amerikanischen Institut werden sich Originaltexte und Übersetzungsoriginale, Dichter:innen und Übersetzer:innen auf Augenhöhe begegnen und das Ergebnis ihrer Reflexionen in vielgestaltigen Formaten mit dem Publikum teilen.

Zusätzlich findet auch in diesem Herbst die offene Übersetzungswerkstatt in der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda in Friedrichshain statt. Nachwuchsübersetzer:innen haben die Gelegenheit, sich in gemeinschaftlicher Arbeit auszuprobieren und sich mit den anwesenden Dichter:innen über ihre Verse auszutauschen. Außerdem organisieren die Latinale und die Bibliothek erstmalig eine anschließende Lesung vor Ort, die den Latinale-Dichter:innen gemeinsam mit mutigen Werkstattteilnehmer:innen eine Bühne bietet.

„empfindsames übersetzen: TRANSLATOR’S CHOICE II“ wird von Laura Haber in Zusammenarbeit mit dem Co-Gründer der Latinale Timo Berger koordiniert. Neben dem Instituto Cervantes Berlin sind das Iberoamerikanische Institut, die Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda und die Literaturzeitschrift alba.lateinamerika lesen Partner des Festivals. Die Latinale 2022 wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen von „Neustart Kultur“ gefördert. Rund um das Festival treten die geladenen Dichter:innen bei weiteren Veranstaltungen in Berlin, Wien, München, Freiburg und Madrid auf.

Impressionen Übersetzer:innen-Workshop Juni 2021

Übersetzer:innenworkshop Translator´s Choice am 12./13.6.2021
Übersetzer:innenworkshop Translator´s Choice am 12./13.6.2021
Übersetzer:innenworkshop Translator´s Choice am 12./13.6.2021
Übersetzer:innenworkshop Translator´s Choice am 12./13.6.2021

Das Team der 16. Latinale (2022)

Künstlerische Leitung:
Timo Berger

Projektleitung Translator's choice:
Laura Haber

Projektassistenz:
Betty Konschake

Koordination Übersetzerworkshop:
Lea Hüber

Übersetzer:innen:
Translator's choice: Christian Filips, Niki Graça, Daniel Graziadei, Udo Kawasser, Birgit Kirberg, Christiane Quandt, Petra Strien

Verantwortlich am Instituto Cervantes:
Direktor: Ignacio Olmos
Leiterin der Kulturabteilung: Romy Brühwiler

Design
Irene Blanco (enblanco studio)

Logo
Ana Albero

Die Latinale wurde 2006 von Rike Bolte und Timo Berger gegründet.

Partner und Förderer 2022