Ausgangssprache: spanisch
Übersetzungen: deutsch

llegas a la ciudad donde te pierdes

 

cambiado    más flaco

más lleno de cristal tu ojo

más acostumbrado a la muerte

más a los ruidos de motores

al ruido, al infinito ruido de los carros que parecen tripa de mar

de asfalto, de alimaña

llegas más acostumbrado a insultar

más flaco

con otro recorte

con otros artefactos bajo el brazo

no ves los letreros, no hace falta

llegas acotumbrado a andar perdido

y sin casa

llegas a seguir trabajando en lo mismo

más a la defensa de un rollito de papeles que mandas

a la antigua casa

llegas invisible

hace meses que no te miras al espejo

llegas sin afeitar a la ciudad anónima de brea en tu alimento

al ruido

ruido

al rumor de mantarraya por el cielo

llegas  y juras que estás en el fondo del mar

no puedes creer lo que respiras

allá a lo lejos

un cachito de esquina con bodega, y aromas recordados

te tocas la verga en una esquina por aquello de comprobar

que llegaste con ella puesta

que no la olvidaste en el transporte

llegas con otro nombre

con otras residencias envueltas en un papelito verde

llegas y buscas la playa por instinto

estás de espalda al mar

llegas y hueles una alcantarilla que parece la proa de una yola

llegas y sabes que andas de paso

más raudo que antes

azaroso

llegas y sabes que estas a punto de irte

y que nunca te moverás de lugar.

 

 

 

Fuente: Mayra Santos-Febres, Boat People, Ediciones Callejón, San Juan 2005 (revisado 2016 por la autora)

Du kommst in die Stadt, in der du dich verläufst

Du kommst in die Stadt, in der du dich verläufst

verändert   dünner

das Auge glasiger

mehr an den Tod gewöhnt

mehr an den Lärm der Motoren

an den Lärm, an den endlosen Lärm der Autos, der Eingeweiden des Meeres gleicht

des Asphalts, des Ungeziefers

du kommst an, daran gewöhnt zu schimpfen

dünner

mit anderem Haarschnitt

mit anderen Apparaten unterm Arm

siehst die Schilder nicht, das ist auch nicht nötig

du kommst daran gewöhnt, orientierungslos zu sein

und ohne Zuhause

du kommst, um der gleichen Arbeit nachzugehen

daran, eine Papierrolle zu verteidigen, die du an deine

alte Adresse schickst

kommst unsichtbar

seit Monaten hast du nicht in den Spiegel geschaut

kommst ohne dich zu rasieren in die anonyme Stadt aus Teer in deinem Essen

an den Lärm

Lärm

an das Gerede vom Riesenmanta am Himmel

kommst an und könntest schwören, dass du am Meeresgrund bist

kannst nicht glauben, was du einatmest

dort in der Ferne

das Stückchen einer Eckkneipe und erinnerte Gerüche

in einer Ecke greifst du dir an den Schwanz, um sicherzugehen

dass er noch dran war, als du ankamst

dass du ihn nicht unterwegs vergessen hast

kommst mit anderem Namen

mit anderen Wohnsitzen, eingeschlagen in grünes Papier

kommst und suchst instinktiv den Strand

stehst mit dem Rücken zum Meer

du kommst und riechst einen Rinnstein, der dem Bug einer Jolle gleicht

kommst an und weißt, du bist auf der Durchreise

schneller als früher

waghalsig

kommst an und weißt, du bist kurz davor zu gehen

und wirst dich niemals vom Fleck bewegen.

 

 

 

Aus dem puerto-ricanischen Spanisch von Sarah Otter

 

 

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