Fuente de la lengua: español
Traducciones: alemán

Diagnóstico

“Lo que tiene es patológico”.

 

Sabía que mi enfermedad tenía que ver con los pájaros,

con la falta de plumas,

con la imantación al suelo,

con mi voz que escuece y que no canta.

 

“Alejandro Albarrán quiere ser un pájaro”.

 

Sí, de preferencia un vencejo,

pero las plumas que pego a mi cuerpo

se desprenden, se me cae el pelo, mis dientes

se pudren.

 

“Alejandro le tiene miedo a las alturas”.

 

Y sí, de más chico andaba al ras del suelo,

pero algo en mí planeaba en las alturas,

tal vez un papalote.

Me voy por las ramas, soy un pájaro, no soy

un pájaro. Las plumas que pego a mi cuerpo se desprenden.

No pongo atención:

“Para volar hay que estar muy concentrado”,

“dicen que el vuelo es terapéutico”. No logro concentrarme.

Te vas por las ramas, me dicen, pero no soy un pájaro, me faltan las plumas.

Mi enfermedad tiene que ver con lo pedestre. Y con el canto.

Desafino, la voz me raspa la garganta.

“Si aprendes a cantar estarás volando”, me dijo mi abuela.

Ella murió y tampoco fue un pájaro.

 

“Su patología es hereditaria”.

 

Mi familia tiene la misma enfermedad,

no desciende de los pájaros.

Mi madre tiene el cuello alto como cisne, y una voz rasposa,

pero no basta.

Me voy por las ramas. ¿Qué no entiendes?, me dice ella.

Y en lo único que pienso es cómo se puede pasar toda una vida sin el vuelo.

Me volveré viejo, cercano a los capullos.

Las mariposas no me importan, no tienen plumas.

“Las gallinas tienen plumas y no vuelan”. Yo no soy una gallina.

 

“Alejandro sólo tiene miedo”.

 

Pero no soy una gallina.

Miedo a la oscuridad, las alturas y los perros,

pero no soy una gallina

aunque la mañana me palpite en la garganta.

No me sale el canto, me sale

un campo verde por la boca, me sale

un bosque.

No tengo plumas, tengo

los pies innecesarios en el suelo, tengo

dos pulmones como alas,

dos pulmones atrofiados. Tengo

una ciudad en mis pulmones. Tengo

un pulmón que no es el cielo. Tengo

espasmos por las noches, algo en mí que quiere salir volando.

De la boca se me sale el campo, el paisaje, la ciudad entera, todo un bosque

pero me falta el vértigo del vuelo.

Mi madre me ha dicho que no puedo seguir así a estas alturas,

y no sé a qué alturas se refiere,

no conozco, por ejemplo, la estatura de las nubes,

nunca he visto la nuca de los cerros,

me voy por las ramas, eso es todo, soy disperso.

 

 

Fuente: Alejandro Albarrán Polanco, Persona fea y ridícula, Feta, Ciudad de México, 2017.

 

Diagnose

„Sein Problem hat krankhafte Züge.“

 

Ich wusste, dass meine Krankheit mit den Vögeln zu tun hatte,

mit dem Mangel an Federn,

mit der Anziehungskraft des Bodens,

mit meiner Stimme, die sticht und nicht singt.

 

„Alejandro Albarrán möchte ein Vogel sein.“

 

Ja, am liebsten ein Mauersegler,

aber die Federn, die ich an meinen Körper klebe,

fallen ab, mein Haar fällt aus, meine Zähne

faulen.

 

„Alejandro hat Höhenangst.“

 

Nun ja, als Kind kroch ich über den Boden,

aber etwas in mir durchsegelte die Lüfte,

vielleicht ein Papierdrachen.

Meine Sätze verästeln sich, ich bin ein Vogel, ich bin kein

Vogel. Die Federn, die ich an meinen Körper klebe, fallen ab.

Ich bin nicht aufmerksam:

„Um zu fliegen, muss man sich stark konzentrieren“,

„es heißt, fliegen sei wie Therapie.“ Ich kann mich nicht konzentrieren.

Du kommst vom Hölzchen auf Stöckchen, sagt man mir, aber ich bin kein Vogel, mir fehlen die Federn.

Meine Krankheit hat mit den Füßen zu tun. Und mit Gesang.

Ich klinge schief, meine Stimme kratzt mir im Hals.

„Wenn Du singen lernst, wirst Du fliegen“, hat meine Oma gesagt.

Sie starb und wurde auch kein Vogel.

 

„Seine Krankheit ist erblich.“

 

Meine Familie hat die gleiche Krankheit,

sie stammt nicht von den Vögeln ab.

Meine Mutter hat einen Hals lang wie ein Schwan, und eine kratzende Stimme,

aber das reicht nicht.

Ich komme vom Hölzchen aufs Stöckchen. Was verstehst Du nicht?, sagt sie zu mir.

Und das einzige, was ich denke, ist, wie man ein ganzes Leben verbringen kann, ohne zu fliegen.

Ich werde alt werden, den Knospen gleich.

Die Schmetterlinge sind mir egal, sie haben keine Federn.

„Hausgänse haben Federn, können aber nicht fliegen.“ Ich bin keine Gans.

 

„Alejandro hat einfach nur Angst.“

 

Aber ich habe keine Gänsehaut.

Angst im Dunkeln, vor Hunden, Höhenangst,

aber ich habe keine Gänsehaut, bin keine Gans,

auch wenn es morgens in meiner Kehle pocht.

Ich bekomme keinen Gesang heraus, ich bekomme

ein grünes Feld in den Mund, bekomme

einen Wald heraus.

Ich habe keine Flügel, ich stehe

mit beiden unnützen Füßen auf dem Boden, ich habe

zwei Lungen als Flügel,

zwei verkümmerte Lungenflügel. Ich habe

eine Stadt in meinen Lungen. Ich habe

eine Lunge, die nicht der Himmel ist. Ich habe

nachts Zuckungen, etwas in mir möchte fliegend entweichen.

Aus meinem Mund kommen Felder, Landschaft, die gesamte Stadt, ein ganzer Wald

aber mir fehlt der Rausch des Fliegens.

Meine Mutter hat gesagt, dass ich nicht mit diesen Höhenflügen weitermachen kann,

und ich weiß nicht, welche Höhen sie meint,

ich kenne, zum Beispiel, nicht einmal den Wuchs der Wolken,

nie habe ich den Nacken der Berge gesehen,

ich komme von Hölzchen aufs Stöckchen, das ist alles, bin zerstreut.

 

 

Aus dem mexikanischen Spanisch von Léonce W. Lupette

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